Als Software, die Ihren Ursprung in Bibliotheken hatte, muss Goobi oft sehr unterschiedlichen Ansprüchen gerecht werden. Nicht nur zwischen Einrichtungen unterschiedlicher Länder sind die Unterschiede sehr groß, sondern selbst unmittelbar benachbarte Einrichtungen haben teilweise vollkommen andere Arbeitsweisen und Bedürfnisse. Um diese Anforderungen erfüllen zu können, verfügt Goobi über eine Vielzahl von Konfigurationsmöglichkeiten. Die am häufigsten zu konfigurierenden Parameter betreffen dabei die der unterschiedlichen Projekte sowie der Workflows.
Die wichtigsten Einstellungen finden für Goobi auf der Projektebene statt. Hier entscheidet sich einerseits, was mit den Digitalisaten als Ergebnis geschehen soll. Andererseits wird hier ebenfalls gesteuert, welche Mitarbeiter in die Arbeit einzelner Projekte involviert sein sollen. Projekte mit speziellen Materialen können somit beispielsweise nur einem eingeschränkten Anwenderkreis für die Bearbeitung freigegeben werden. Dies kann sinnvoll sein, wenn für ein spezielles Projekt besondere Geräte verwendet werden, für die eine spezielle Qualifikation der Mitarbeiter notwendig ist. Darüber hinaus kann für jedes einzelne Projekt festgelegt werden, in welcher Form die Digitalisate z.B. an eine Präsentationsschicht wie den intranda viewer übergeben werden sollen. Dies wird zumeist das standardisierte Format METS / MODS sein, da sich dieses international etabliert hat, kann in einzelnen Fällen aber auch davon abweichen. Insbesondere für das Format METS / MODS werden wesentliche Parameter über die Projektkonfiguration festgelegt.
Neben den über die Oberfläche konfigurierbaren Parametern besteht darüber hinaus die Möglichkeit, innerhalb des zentralen Konfigurationsverzeichnisses eine wesentlich granularere Justierung jedes einzelnen Projektes vorzunehmen. Dies betrifft neben den hier gezeigten Parametern vor allen auch solche, die für das Hinzufügen von Bänden oder das Validieren von Inhalten verwendet werden sollen.
Neben der Konfiguration der Projekte bietet Goobi auch für die Verwendung individueller Workflows sehr detaillierte Möglichkeiten zur Festlegung des Verhaltens. Goobi ist ebenso wie bei den Projekten auch bei den Workflows in keinster Weise begrenzt. Es lassen sich beliebige Workflows einfach über die Oberfläche erstellen. Diese Festlegung gilt mit ihren Einstellungen im Anschluss für jeden Band, der auf Basis des gewählten Workflows den gesamten Prozess der Digitalisierung durchläuft. Für jeden einzelnen Band wird somit sichergestellt, dass er exakt die Reihenfolge der einzelnen Arbeitsschritte durchläuft, wie sie im Vorhinein z.B. für ein Projekt festgelegt wurden. Dabei können für jedes Projekt wiederum beliebig viele Workflows definiert werden.
Neben der Festlegung des Workflowablaufs lässt sich darüber hinaus auch äußerst präzise bestimmen, in welcher Form neue Bände in Goobi hingefügt werden sollen. Der am häufigsten verwendete Weg für das Hinzufügen von Bänden ist der Weg des Imports aus einem bestehenden Katalog. Über standardisierte Schnittstellen (z.B. Z39.50) läßt sich nahezu jeder Katalog abfragen und die entsprechenden Daten übernehmen. Aufwendige manuelle Erfassungsarbeit ist somit nicht notwendig. Stattdessen übernimmt Goobi sämtliche Daten, für die dies konfiguriert wurde. Neben dem Import aus Katalogen besteht darüber hinaus ebenfalls die Möglichkeit, die Daten über andere standardisierte Schnittstellen aus anderen Quellen zu importieren. Mittels des Universal Catalogue Interface und unseres OAI Harvesters stehen der automatischen Übernahme von Daten aus anderen Quellen alle Wege offen.
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